Häufige Fragen und unsere Antworten zum Thema Gold als Investment

Häufige Fragen und unsere Antworten zum Thema Gold als Investment

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Insbesondere in den letzten 18 Monaten haben zahlreiche Anleger das Investment in Gold für sich entdeckt. Dabei war die Nachfrage nach physischen Edelmetallen teilweise – insbesondere zu Beginn der Coronakrise – sogar so groß, dass es bei manchen Edelmetallhändlern Lieferengpässe gab. Da sich immer mehr Anleger und Sparer mit dem Investment in Gold beschäftigen, tauchen zunehmend Fragen auf. Einige der am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Gold als Investment möchten wir gerne im folgenden Beitrag beantworten.

1. In welcher Form kann ich physisch in Gold oder Silber investieren?

Wer sich für ein physisches Investment in Gold, Silber oder auch Edelmetalle wie Palladium und Platin interessiert, dem stehen grundsätzlich drei Formen zur Verfügung, nämlich:

  • Barren
  • Münzen
  • Münzbarren

Beim Silber zum Beispiel werden meistens Barren gewählt, weil eine Unze Silber als Münze nur einen vergleichsweise geringen Gegenwert von aktuell etwa 22 Euro hat. Aber auch beim Gold entscheiden sich Anleger zunehmend für Barren, denn mittels der sogenannten Kleinstbarren lässt sich auch dort mittlerweile teilweise zu einem Gegenwert von unter 500 Euro Geld anlegen oder regelmäßig sparen. Die dritte Form physischer Edelmetalle sind sogenannten Münzbarren, die allerdings im Verhältnis zu Barren und Münzen seltener vorkommen.

2. Wo kann ich zum Beispiel Goldbarren kaufen?

Nicht nur bei der Art des physischen Investments in Form von Barren, Münzen und Münzbarren gibt es drei Alternativen, sondern gleiches gilt ebenfalls als Antwort auf die Frage, wo Sie generell physische Edelmetalle erwerben können. In erster Linie stehen dazu die folgenden drei Wege zur Verfügung:

  • Online-Edelmetallhändler
  • Edelmetallhändler vor Ort (mit Filiale)
  • Banken

Banken allerdings haben deshalb eher weniger Bedeutung beim Erwerb physischer Edelmetalle, weil sie sich größtenteils aus dem Geschäft zurückgezogen haben. Daher gibt es nur relativ wenige Kreditinstitute, die entweder Barren oder Münzen vorrätig haben bzw. diese auf Wunsch des Kunden bestellen können. Der deutlich einfachere Weg ist es, entweder einen Edelmetallhändler vor Ort aufzusuchen, den es allerdings meistens nur noch in etwas größeren Städten gibt.

Noch einfacher und zielsicherer ist es deshalb, sich für den physischen Erwerb von beispielsweise Goldbarren über einen Online-Edelmetallhändler zu entscheiden. Hier sollten Sie allerdings darauf achten, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt, wie zum Beispiel Noble Metal Factory.

3. Wie viel Gold darf ich hierzulande erwerben bzw. im Besitz haben?

Der Besitz von Gold oder anderen Edelmetallen ist in Deutschland grundsätzlich nicht eingeschränkt. Das bedeutet, Sie können physisches Gold, zum Beispiel in Form von Barren, in einem beliebigen Gegenwert lagern bzw. verwahren lassen. Eins ist allerdings zu beachten, nämlich dass Sie nur bis zu einem Gegenwert von unter 2.000 Euro Gold bar anonym kaufen können. Bei größeren Gegenwerten ist es verpflichtend, dass Sie sich legitimieren.

4. Wie und wo kann ich meine Goldbarren aufbewahren?

Bevor sich Anleger für den Erwerb von Goldbarren, Silberbarren oder Münzen entscheiden, stellen sie sich häufig die Frage, wie und wo die Edelmetalle anschließend aufbewahrt werden sollen. Für manche Kunden kommt ausschließlich der heimische Tresor infrage, weil man dort jederzeitigen Zugriff auf die Bestände hat und sich auf Wunsch die Barren oder Münzen zwischenzeitlich spontan betrachten kann. Der heimische Tresor ist allerdings in der Regel die unsicherste Verwahrmöglichkeit, weil natürlich das Diebstahlrisiko nebst Einbruch erheblich höher als bei den zwei weiteren Alternativen ist.

Ein sicherer Weg ist es, die Goldbestände in einem Bankschließfach verwahren zu lassen. Nachteilig ist, dass in dem Fall Kosten für die Schließfachmiete anfallen. Diese belaufen sich durchaus – je nach Größe des Schließfaches – zwischen 80 und 300 Euro im Jahr. 

Die sicherste und gleichzeitig oft günstigste Verwahrmöglichkeit ist die Lagerung der Bestände, die vom Online-Edelmetallhändler veranlasst wird. Hier es wichtig, dass Sie sich den Lagerort genau „anschauen“. Noble Metal Factory zum Beispiel arbeitet mit Anbietern, die Hochsicherheitsanlagen in Deutschland oder in der Schweiz haben, wie beispielsweise Loomis, BRINKS oder Malca Amit. So sind Ihre Bestände bestmöglich geschützt und gleichzeitig versichert.

5. Lohnen sich Kleinstbarren als Vorsorge für eventuelle Krisenzeiten?

Für nicht wenige Anleger ist die Krisensicherheit ein starkes Argument, sich mit dem Thema physisches Gold oder Silber zu beschäftigen. Dabei gehen nicht wenige Verbraucher davon aus, dass es zum Beispiel nach einem Währungscrash dazu kommen könnte, dass man – zumindest vorübergehend – in Geschäften nur noch mit Gold oder Silber bezahlen kann. Darum favorisieren immer mehr Menschen in Deutschland den Kauf sogenannter Kleinstbarren. 

Dabei handelt es sich um sehr kleine Goldbarren mit einem Gewicht zwischen 1 bis 10 Gramm. Von der Grundidee her, nämlich dem Krisenschutz und dem Aufbau eines alternativen Zahlungsmittels im Falle eines immensen Vertrauensverlusten der Bürger in den Euro, würde sich der Kauf solcher Kleinstbarren durchaus lohnen bzw. Sinn machen. Unbestritten ist allerdings, dass es kostengünstiger wäre, wenn Sie stattdessen etwas länger Geld ansparen und sich dann zum Beispiel für einen 50- oder 100-Gramm Goldbarren entscheiden. Der Grund ist, dass bei Kleinstbarren ein verhältnismäßig hoher Spread (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs) anfällt, der durchschnittlich zwischen 20 bis 30 Prozent beträgt. Der Anleger sollte allerdings berücksichtigen, dass mit einem Edelmetallinvestment unterschiedliche Strategien verfolgt werden können. Es ist sehr sinnvoll, verschiedene Szenarien im Kopf zu haben und entsprechenden Maßnahmen einzuleiten, um für alle Fälle gewappnet zu sein. Man hat ja schließlich auch nicht nur große Geldscheine in seinem Portemonnaie, sondern auch kleinere Geldscheine sowie Geldmünzen.

6. Was ist die Gold-Silber-Ratio? 

Im Zusammenhang mit dem Gold- und Silberpreis fällt in den Medien häufiger der Begriff der Gold-Silber-Ratio. Es handelt sich dabei schlichtweg um das Wertverhältnis zwischen diesen beiden Edelmetallen, also das Gold-Silber-Verhältnis. Dabei wird schlichtweg der Preis für eine Feinunze Gold mit dem für eine Feinunze Silber verglichen. Momentan kostet die Feinunze Gold rund 1.540 Euro, während die Feinunze Silber mit 21,50 Euro zu Buche schlägt. Dadurch wiederum ergibt sich eine Gold-Silber-Ratio von aktuell (Anfang August 2021) rund 1:71.

7. Fällt beim Kauf von Gold Mehrwertsteuer an?

Ein Vorteil des physischen Goldes besteht darin, dass – im Gegensatz zum Investment in Silber – beim Erwerb meistens keine Mehrwertsteuer zu zahlen ist. Dies gilt allerdings ausschließlich für sogenanntes Anlagegold, welches nicht der Umsatzsteuer unterliegt. Handelt es sich hingegen um Goldmünzen in Form von Sammler- oder Gedenkmünzen, die nicht vorrangig der Geldanlage dienen, so wird dafür für gewöhnlich Mehrwertsteuer berechnet.

8. Kann ich auch regelmäßig in Gold oder Silber sparen?

Die meisten Menschen bringen mit Gold oder Silber in Form physischer Edelmetalle eine einmalige Geldanlage in Verbindung, also ein Investment von beispielsweise 10.000 Euro. Mittlerweile ist es allerdings alternativ oder zusätzlich problemlos möglich, regelmäßig in physische Edelmetalle zu sparen. Dies funktioniert über einen sogenannten Edelmetallsparplan, den beispielsweise auch Noble Metal Factory anbietet. Hier kaufen Sie über den Online-Edelmetallhändler einfach zum Beispiel pro Monat für 200 Euro Goldbarren. 

Der Kauf wird in Ihrem gewählten Rhythmus dann fortan automatisch durchgeführt, sodass Sie sich in dieser Hinsicht um nichts kümmern müssen. Sie sollten sich allerdings für den Erwerb für einen festen Gegenwert, zum Beispiel monatlich 200 Euro, entscheiden und nicht dafür, beispielsweise monatlich einen 5-Gramm Barren Gold zu kaufen. Beim Erwerb für einen festen Euro-Betrag profitieren Sie nämlich vom sogenannten Cost-Average-Effekt, den Kauf zu durchschnittlich geringeren Preisen.

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