Finanzielle Bildung als der Schlüssel zu Wohlstand

Finanzielle Bildung als der Schlüssel zu Wohlstand

Wissen, Informationen und Gold – für die Finanzanlage ein erfolgreiches Gespann

Wissen ist Macht. Dieser auf den englischen Philosophen Francis Bacon zurückgehende Ausdruck trifft in abgewandelter Form auch auf die Finanzanlage zu. Denn gerade in diesem Bereich führen mangelhafte Informationen und Kenntnisse schnell zu Anlage-Fehlern und damit auch zu Verlusten oder mitunter sogar zu einem finanziellen Fiasko.

Gold besitzt als Anlage und als Währung einen inneren Wert

Das Edelmetall Gold nimmt in diesem Zusammenhang eine besonders wichtige Rolle ein. Zuallererst fungiert Gold als eine vergleichsweise sichere Form der Anlage, die sich gerade in Krisenzeiten bewährt und Stabilität bietet. Aber Gold hat noch eine weitere wichtige Funktion: Das besonders wertvolle Edelmetall stellt den Schlüssel zur finanziellen Weisheit dar. Denn Gold besitzt ebenso wie Silber als Währung einen inneren Wert.

Gold bildet die Märkte und ihre Funktionsweise ab

Finanz- und Währungsexperten wie beispielsweise der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Alan Greenspan und der globale Aktienanalyst Andrew Garthwaite (Credit Suisse) definieren Gold auch als das entscheidende Produkt, das die Märkte und die Wirkung von Ereignissen auf Finanzanlagen abbildet. Wer also die Märkte verstehen möchte, muss erst einmal Gold respektive das Anlegen in Gold richtig verstehen.

Anlegen in Gold – dies sind die wichtigsten Kriterien

Unterscheiden müssen Anleger beim Goldkauf zwischen Goldmünzen, Goldbarren und Gold-Wertpapieren (Buchgoldansprüchen). Jede dieser Anlage-Arten weist spezifische Vorteile und Nachteile auf. Aber welche Anlage-Form eignet sich für welchen Anlagezweck und wie lässt sich Gold am besten in das eigene Depot einbinden? Auch hier ist finanzielle Weisheit gefragt. Denn nur wer die Unterschiede und Spezifikationen bei der Gold-Anlage kennt, kann das Edelmetall als Sicherheitsfallschirm in Krisenzeiten oder bei finanziellen Engpässen nutzen.

Auf diese Weise können Sie Geld sparen beim Goldkauf – aber Achtung!

So sind zum Beispiel Mini-Goldbarren sehr beliebt, aber auch vergleichsweise teuer in der Anschaffung. Als entscheidender Faktor bei der Preisbestimmung gilt dabei der von Banken und Edelmetallhändlern erhobene (prozentuale) Aufschlag auf den jeweils aktuellen Goldpreis. Maßgeblich ist diesbezüglich in erster Linie das Gewicht der Goldeinheit.

Dabei gilt: Je kleiner die Goldbarren oder auch die Goldmünzen sind, desto höher fällt der Aufschlag aus. Viele Anbieter verlangen mehr als 20 Prozent Aufschlag bei einem 1-Gramm-Barren, während für einen Barren mit einem Gewicht von einem Kilogramm gerade einmal rund zwei Prozent Aufschlag zum aktuellen Börsenpreis aufgerufen werden. Es kommt immer darauf an, welches Ziel Sie mit ihrer Edelmetallanlage verfolgen. Kaufen Sie Gold mit dem Ziel, eine Währungsreserve oder Alternative zum derzeit bestehenden Zahlungsmittel aufzubauen, empfehlen sich kleine Stückelungen zwischen einem und fünf Grammbarren. Möchten Sie sich gegen Währungskrisen oder Börsenzusammenbrüche absichern, sind zu Unzen- oder 100 Grammbarren  bzw. Münzen zu raten. Wer lediglich auf Rendite setzt, ist mit allen Stückelungen oberhalb von 100 Grammbarren bestens bedient. Hier sind die Aufschläge am geringsten.

Gold als Lösungsalternative zu der immer radikaleren Geldpolitik

Gold genießt aber nicht nur im Anlagebereich einen Sonderstatus. Vielmehr bewerten die profiliertesten Kenner der Finanzmärkte die Rolle von Gold als prägend im Hinblick auf die Geldpolitik. Der US-amerikanische Börsen- und Finanzexperte James Grant sieht in Gold zwar nicht unbedingt eine vollumfängliche Absicherung gegen die Inflation, definiert die Gold-Anlage aber als eine Investition in die monetäre Unordnung mit ihrer kontinuierlichen Null- und Negativzins-Situation, ihren steigenden Inflationszahlen und einer radikalisierten Geldpolitik.

Was demnach aktuell fehlt, ist eine greifbare Geldstabilität. Die Zentralbanken können diese momentan nicht sichern, was das Vertrauen der Menschen in diese klassischen Institutionen deutlich erschüttert hat. Die finanzielle Weisheit läuft laut Grant und anderen Experten daher auf die persönliche Absicherung durch den Kauf von Gold hinaus.

Der zentrale Grundsatz

Gold ist der liquideste und am weitesten verbreitete Vermögenswert, der nicht gleichzeitig die Verbindlichkeit eines anderen darstellt. Der ehemalige Vorsitzende der Fed, Alan Greenspan, bringt es auf den Punkt: „Niemand lehnt Gold als Zahlungsmittel ab, um eine Verpflichtung zu erfüllen. Kreditinstrumente und Fiatwährung hängen von der Kreditwürdigkeit der Gegenpartei ab. Gold ist zusammen mit Silber eine der einzigen Währungen, die einen inneren Wert haben. Das war schon immer so. Niemand stellt seinen Wert in Frage, und es war schon immer eine wertvolle Ware, die erstmals 600 v.Chr. in Kleinasien geprägt wurde.“

Nach der modernen Geldtheorie können Regierungen nicht bankrott gehen, weil sie Geld drucken können. Doch wenn das Gelddrucken zu einer Inflation führt, sind es die Bürger, die darunter leiden.

Erwarten Sie nicht, dass es diesmal anders wird. Wir die Inflation einmal entfesselt, ist sie nicht mehr zu stoppen

Die Nachfrage und der Bedarf an Gold steigen immer weiter

Eine solche Gold-Anlage hat sich im Laufe der Zeit gerade in Krisensituationen als besonders wertvoll erwiesen. Nicht nur private und professionelle Anleger investieren daher seit einiger Zeit auch verstärkt in Gold. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Hinzu kommt, dass auch im öffentlichen Sektor eine wachsende Goldnachfrage und vermehrte Käufe zu beobachten sind.

Brasilien kündigte zum Beispiel einen Goldkauf von über 40 Tonnen an. Auch Polen will innerhalb der nächsten Jahre bis zu 100 Tonnen Gold erwerben. Das Edelmetall soll dabei als eine Absicherung gegen den massiv steigenden Fremdkapitalabbau und die Staatsverschuldung fungieren. Je nachdem, wie die Zentralbanken in der Zukunft agieren, gehen viele Analysten zudem davon aus, dass die Währungen immer mehr entwertet werden.

Das kann dann wiederum dazu führen, dass auch die Zentralbanken verstärkt auf den Kauf von Gold setzen. Das erhöht die Nachfrage und damit den Bedarf an Gold noch einmal beträchtlich. Auch hier liegt die finanzielle Weisheit also offensichtlich im Gold.

Nur preiswert, sonst nichts – Gold-ETC als Alternative zu physischem Gold?

Für viele Käufer von Gold ist dabei vor allem der physische Besitz wichtig. Daher setzen diese auch auf den Kauf von Barren und Münzen. Wem der dingliche Goldbesitz eher unwichtig ist, kann auch auf an der Börse handelbare Wertpapiere zurückgreifen. Hierbei handelt es sich um so bezeichnete Exchange Traded Commodities (in Kurzform: ETC)

Je nach eigener Intention und den individuell gesetzten Portfolio-Schwerpunkten präsentiert sich Gold in Form von börsengehandelten Rohstoffen als vergleichsweise preiswert und gut integrierbar in ein gemischtes Fondsdepot Beachten Sie, dass Gold kein Rohstoff im eigentlichen Wortsinne ist. Zudem sind Käufe und Verkäufe einfach umsetzbar.

Sicherheit ist höher als bei klassischen Schuldverschreibungen

Allerdings sollten Anleger dabei immer berücksichtigen, dass sie aus rechtlicher Perspektive lediglich Gläubiger des ETC-Herausgebers sind und durch den Kauf nicht zu Miteigentümern werden. Das kann unter Umständen dann zu einem Problem werden, wenn der ETC-Herausgeber pleite geht. Börsen-Profis und Finanzexperten schätzen das Risiko eines solchen Szenarios als lediglich sehr gering ein. 

Für wen ist ein Investment in Gold-ETC besonders geeignet?

Ein Investieren in Gold-ETC ist vor allem für die Anleger empfehlenswert, die in ihrem Depot einen bestimmten Goldanteil einbinden wollen und die ein sehr großes Vertrauen in das Überleben des heutigen Systems haben. Ansprüche und Forderungen auf Gold lassen sich über die Börse leicht handeln. Dadurch ist es jederzeit möglich, schnell, einfach und kostengünstig das jeweils gewünschte Mischverhältnis im eigenen Wertpapier-Depot herzustellen.

Das ist ein vermeintlicher Vorteil gegenüber einem Investment in Münzen oder Barren. Denn mit Gold in dieser Form haben es Anleger ungleich schwerer, den Anteil an Gold am Gesamtvermögen ausgewogen und konstant zu halten. Es ist sogar möglich, sich im Rahmen einer ETC-Anlage das Gold in Form von Barren liefern zu lassen. Auch hier werden natürlich die Prägekosten der Barren entsprechend der gewünschten Barrengröße fällig. Allerdings erst bei Auslieferung. Dadurch lösen sich die Preisvorteile der Buchgoldanspruchspapiere beim Einkauf in Luft auf.

Fazit: der Seneca-Effekt wird auch diesmal das Spiel beenden

Das bestehende Geldsystem subventioniert und ermutigt die Menschen und Unternehmen zur Risikobereitschaft und Kreditaufnahme. Dementsprechend ist das Finanzsystem von fremdfinanzierten Finanzstrukturen und kolossalen Verschuldungen durchzogen. Erwarten Sie nicht, dass sich diese Zustände auf normalem Wege ausgleichen. In der Weltgeschichte ist der Abbau solcher  Umstände immer explosionsartig erfolgt. Platzende Luftballons, Lawinen, Erdbeben, Finanzkrisen oder der Untergang ganzer Imperien und Ökosysteme entladen sich niemals kontinuierlich und langsam. Der Seneca-Effekt genannte abrupte Zusammenbruch von komplexen Systemen wird auch diesmal der Spielverderber sein. Bereiten Sie sich vor. Setzen Sie auf Sachwerte und nicht auf deren billige Kopien.

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