Wie man sich richtig auf einen Schwarzen Schwan vorbereitet

Wie man sich richtig auf einen Schwarzen Schwan vorbereitet

Der Begriff „schwarzer Schwan“ bezeichnet ein plötzlich eintretendes und unerwartetes Ereignis, das weitreichende Folgen für die Finanzmärkte mit sich bringen kann. Das Softwareunternehmen Palantir sichert sich nun dagegen ab, indem es Gold ankauft. 

Der an der Börse und in der Wirtschaft gefürchtete „schwarze Schwan“ beendet die bisher gegebene Normalität und hat das Potenzial, ganze Märkte aus dem Gleichgewicht zu bringen und einen Einbruch an der Börse zu verursachen. 

Palantir Technologies ist ein in den USA ansässiger Anbieter von Software und Dienstleistungen, der neben zahlreichen Weiteren zu seinen Kunden das Militär, die Polizei und Geheimdienste zählt. Er wurde unter anderem von Peter Thiel gegründet und möchte die Folgen eines erneuten „schwarzen Schwans“ abwenden, indem es nach der Corona-Pandemie die beträchtliche Summe von 50,7 Millionen Dollar in Gold investiert. Dies ist aber nicht der einzige Schritt, den Palantir geht – der Konzern wird in Zukunft für seine Analysedienste nicht nur Bitcoin, sondern auch Gold als Zahlungsmittel akzeptieren. Bei den Kunden des Unternehmens haben sich die neuen Zahlungsmöglichkeiten allerdings bisher wohl noch nicht durchgesetzt – laut der Aussage einer Unternehmenssprecherin wurden Rechnungen bisher weder mit Gold, noch mit Bitcoins beglichen. 

Der Leiter des Konzerns äußerte sich in einem Interview positiv im Hinblick auf nicht-traditionelle Währungen und erklärte, dass die Vorbereitung auf unvorhersehbare Ereignisse wie die Corona-Pandemie wichtig sei. Der „schwarze Schwan“ hat sich negativ auf die Umsätze vieler Unternehmen ausgewirkt und hatte für einige von ihnen irreversible Folgen. Die Wappnung für eine erneute Pandemie oder vergleichbare Ereignisse, die plötzlich und ohne Vorwarnung auftreten, kann kleinen und großen Unternehmen über Durststrecken hinweghelfen und ihnen rettendes Budget in einer Zeit schlechter Einnahmen verschaffen. 

Shyam Sankar merkte zudem an, dass moderne Zahlungsmittel wie die Kryptowährung Bitcoin oder das Edelmetall Gold der Ausdruck einer generellen Lebenshaltung seien. Die erworbenen Goldbarren, die ein Gewicht von je 100 Unzen auf die Waage bringen, sollen im Nordosten der USA an einem sicheren Ort untergebracht worden sein, von dem aus Palantir jederzeit dazu in der Lage sein soll, darauf zuzugreifen. Der Kauf von Gold gilt als eine der verlässlichsten Investitionen, mit der sich Unternehmen und Privatleute insbesondere gegen die Inflation absichern können. Infolge der Corona-Pandemie ist der Kurs des Edelmetalls um satte 7% gesunken. Dies ist in Anbetracht der Kursschwankungen von Aktien zu Beginn der Verbreitung des Virus‘ allerdings noch eine verhältnismäßig geringe Reduktion. 

Der Kauf des Edelmetalls soll zudem nicht die letzte Investition des Unternehmens gewesen sein – bereits im Mai diesen Jahres hatte Palantir geäußert, dass der Konzern über den Kauf von Bitcoins nachdenke. Mit der Priorisierung von Gold schlägt Palantir einen anderen Weg ein als andere Giganten wie Tesla. Das Unternehmen hat unter der leitenden Hand von Elon Musk eine beträchtliche Summe in Bitcoins investiert und damit den Kurs der Kryptowährung rasant in die Höhe getrieben. Tesla und Palantir sind nur zwei Konzerne, deren Handlungen den Trend fort von traditionellem Geld hin zu alternativen Währungen widerspiegeln. 

Palantir bedient sich auch weiterer ungewöhnlicher Investmentstrategien: So hat das Unternehmen begonnen, Aktien seiner eigenen Kunden zu erwerben und damit sowohl größere Unternehmen, als auch kleinere Start-Ups zu fördern.

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