Steigende Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren

Steigende Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren

Der Run auf physisches Gold in Form von Barren oder Münzen kann sich auch im 1. Quartal 2021 weiter fortsetzen. Damit steht diese Nachfrage etwas im Gegensatz zum sogenannten Papiergold, denn die Preise der entsprechenden Wertpapiere sind tendenziell eher gesunken. Das World Gold Council nennt insbesondere einen Grund für das deutliche Anziehen der Nachfrage, nämlich die Inflationsangst.

Deutlicher Anstieg bei Barren und Münzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 

Im 1. Quartal 2021 ist die Nachfrage nach physischem Gold, also in erster Linie nach Goldbarren und Goldmünzen, deutlich gestiegen. Dies belegen Zahlen des World Gold Councils, die zeigen, dass insgesamt über ein Drittel mehr, nämlich 36 Prozent, an Goldbarren und Goldmünzen gekauft wurden. Das hat dazu geführt, dass der Absatz auf knapp 340 Tonnen Gold angezogen hat.

Inflationsangst als Hauptgrund für das Anziehen der Nachfrage

Die meisten Experten, darunter auch das World Gold Council, sind sich darüber einig, dass es einen wesentlichen Grund für die deutlich gewachsene Nachfrage gibt: die Inflationsangst zahlreicher Anleger und Verbraucher. Darüber hinaus hält der Trend an, dass insbesondere China und Deutschland massiv auf der Käuferseite auftreten. Erstaunlich ist in dem Zusammenhang, dass sich bei den sogenannten Gold-Wertpapieren, insbesondere den ETFs, genau das Gegenteil zeigte. 

Massive Abflüsse bei Gold-ETFs 

Gold-ETFs Wertpapiere bzw. Fonds, bei denen eine Besicherung mit Gold stattfindet. Hier ist die Nachfrage allerdings keineswegs in den letzten Monaten angestiegen, wie es beim physischen Gold der Fall ist. Stattdessen wurden sogar massive Abflüsse registriert, die insbesondere durch institutionelle Anleger verursacht worden sind. Einen Grund sehen die Experten darin, dass in den Vereinigten Staaten die Kapitalmarktzinsen angestiegen sind. Nimmt man die Abflüsse aus den ETFs im 1. Quartal 2021 rund um den Globus zusammen, dann betragen diese umgerechnet fast 178 Tonnen Gold. Es gibt momentan also eine deutliche Diskrepanz zwischen der Nachfrage bei Goldwertpapieren und dem physischen Gold in Form von Barren oder Münzen. 

Notenbanken ebenfalls auf der Käuferseite

Es sind momentan nicht nur Privatanleger oder institutionelle Investoren, die physisches Gold stärker nachfragen. Darüber hinaus finden sich immer häufiger und in größerem Umfang auch die Notenbanken auf der Käuferseite. Zwar fiel der Nettokauf des Edelmetalls seitens der Zentralbanken geringer als im Vorjahreszeitraum aus, aber dennoch ist ein Anstieg der Lagerhaltung seitens der Notenbanken festzustellen. Diese beläuft sich rund um den Globus im Saldo auf rund 95 Tonnen. Dabei sind es insbesondere die folgenden Länder, die momentan zu den Käufern zählen:

  • Serbien
  • Polen
  • Ungarn

Momentan gibt es also einen Mix aus gewachsenem Interesse an physischem Gold seitens Privatanlegern, institutionellen Investoren und Zentralbanken vor allem aus dem ost- und mitteleuropäischen Bereich. Dies dürfte nach Ansicht einiger Experten noch weiter anhalten, während das Interesse an Goldwertpapieren durchaus weiter fallen könnte, sollten vor allem in den USA die Zinsen anziehen.

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