Steht die Welt kurz vor einer Hyperinflation?

Steht die Welt kurz vor einer Hyperinflation?

Immer wieder gibt es Finanz- und Wirtschaftsexperten, die mit erschreckender Genauigkeit einschneidende Ereignisse vorhersagen. Dies trifft zum Beispiel auf den Hedgefonds-Manager Michael Burry zu, der bereits das Platzen der Immobilienblase 2007 vorhersagte, die bekanntlich Auslöser für die weltweite Finanzkrise war. Jetzt wagt er eine weitere Prognose, nämlich dass es bis zum Beginn einer Hyperinflation nur noch eine Frage der Zeit ist.

Wiederholt sich bald die Weimarer Hyperinflation?

Wenn man in die Geschichte der Finanz- und Wirtschaftsmärkte schaut, dann steht eines fest: Nahezu immer dann, wenn die Regierungen und zuständigen Zentralbanken massiv Geld drucken ließen, um die Märkte damit zu „überschwemmen“, führte dies letztendlich zu einer dramatischen Inflation. Ein Beispiel ist die Weimarer Hyperinflation, die bekanntlich zu einer insgesamt dramatischen Situation führte.

Weltwirtschaft steigt nur scheinbar an

Wenn man sich aktuell in der Weltwirtschaft umschaut, so kommt man zu dem Schluss, dass diese sich – unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie – positiv entwickelt. Allerdings ist dies nur in Bezug auf Papiergeldwährungen der Fall, während die real in Gold bewertete Entwicklung rückläufig ist. Dies ist bereits seit dem Hoch der Weltwirtschaft und der Aktienmärkte Anfang 2000 zu beobachten. 

In Gold bewertetes Bruttosozialprodukt deutlich rückläufig

Sehr gut lässt sich die vorher beschriebene Entwicklung am US-BSP (Bruttosozialprodukt der Vereinigten Staaten) erläutern. In Gold bewertet ist das BSP seit 20 Jahren fallend und hat mittlerweile über 70 Prozent an Wert verloren. Da der Verschuldungszyklus – natürlich auch aufgrund der Corona-Pandemie – weiter voll im Gange ist, muss davon ausgegangen werden, dass die Wirtschaft in Gold bewertet noch einmal deutlich an Boden verlieren wird, was letztmals in dem Ausmaß Anfang bis Mitte der 30er-Jahre der Fall gewesen ist.

Quelle: US-BSP in Gramm Gold bewertet von Januar 1930 bis Dezember 2020 von www.pricedingold.de

Hilfsprogramme der Regierungen führen zu massiver Geldüberschwemmung

Selbstverständlich sind die Helikopter- und sonstigen Hilfsprogramme der Regierungen wichtig und notwendig, um zumindest bei möglichst vielen Menschen und Unternehmen die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in Grenzen zu halten. Nichtsdestotrotz wird der Markt allerdings deshalb mit Papiergeld überschwemmt. Dies wiederum muss im Grunde zwangsläufig über kurz oder lang zu einer enormen Inflation führen.

Indikator M1 schlägt bereits deutlich aus

Eine Art Frühindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise und somit der Inflation ist die Geldmenge M1. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese aktuell regelrecht explodiert, und zwar auf einem historisch hohen Niveau. Manche Experten rechnen damit, dass – was bereits jetzt zu erkennen ist – auch die Rohstoff- und Erzeugerpreise extrem steigen werden, sodass die Entwicklung auf die Konsumentenpreise überschwappen wird.

Quelle: US-Geldmengenaggregate M1, M2 und M3 von Januar 2003 bis Januar 2021 von www.shadowstats.com

Gold derzeit deutlich überverkauft

Wenn die Zeichen also auf eine baldige Hyperinflation stehen, ist es umso wichtiger, nicht in Papierwährungen, sondern in Sachwerte mit Inflationsschutz wie Gold oder Silber zu investieren. Ohnehin gilt gerade Gold momentan als überverkauft, denn nach dem deutlichen Anstieg seit 2018 gab es in den letzten sechs Monaten größere Korrekturen. Aus dem Grund gibt es am Markt derzeit eine eher negative Stimmung. Diese pessimistische Stimmung kann jedoch – auch in der Historie belegbar – immer ein wichtiger Grundstein für die nächsten, deutlichen Preissteigerungen sein. Daher rechnen nicht wenige Experten damit, dass die Goldpreise in Kürze wieder stark anziehen werden.

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