Inflation – die unaufhaltsame Zerstörung des EURO

Inflation – die unaufhaltsame Zerstörung des EURO

Inflation steigt weiter: und zerstört so den Euro

Der unbeirrt fortgesetzte Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der amerikanischen Notenbank FED setzt Geldwährungen weiter zu – gepaart mit Unterbrechungen der Lieferketten und enorm hohen Energiepreisen. Welche realwirtschaftlichen Auswirkungen das hat, zeigt ein Blick auf die aktuelle Inflationsrate um die 5 % – in Realität dürfte sie, würden dort Mieten und Immobilienpreise stärker berücksichtigt werden, sogar noch höher ausfallen. Der Euro wird als Geldwährung so weiter zersetzt.

EZB verweigert sich Leitzinsanpassungen

Wie zum Ende Oktober bekannt wurde, schafft die Notenbank keinerlei Erleichterung für Sparvermögen und den Euro als Geldwährung. Stattdessen hält sie an ihrem aktuellen Kurs fest, in Zahlen beziffert einem Bankeinlagenzins von -0,5 % sowie einem Leitzins von 0 %. Ohne eine Zinserhöhung wird nicht nur der Euro weiter zersetzt, sondern auch die Kaufkraft aller Menschen, die die Währung halten. Die einzige Änderung, die die EZB bekannt gab, bezog sich auf die eigenen Anleihenkäufe. Die werden ebenfalls nicht ausgesetzt, sondern nur etwas reduziert. Eine Kursveränderung ist damit nicht ersichtlich, denn die Anleihen werden weiter durch eine kontinuierliche Vermehrung der Geldmenge gekauft – womit auch die Inflation weiter steigen dürfte.

Wie stark Anleihenkäufe genau reduziert werden, gab die EZB nicht bekannt: Lediglich das Wort „moderat“ wurde in diesem Zusammenhang von den Verantwortlichen genutzt. Der Ausblick in die Zukunft dürfte weiter von Inflationsängsten geprägt sein, denn EZB-Chefin Christine Lagarde verweigerte sich zunächst einer Zinserhöhung im kommenden Jahr. Ob daran festgehalten wird, wird erst die Zeit zeigen. Falls ja, dürfte das der Inflation einen weiteren Aufschub geben, denn ohne Zinsen und mit einer weiterhin expansiven Geldpolitik wird auch die Inflation nicht abflachen – zumal diese zum aktuellen Zeitpunkt noch einige andere zentrale Aspekte beeinflussen.

Verteuerungen überall zersetzen den Euro

Die Corona-Pandemie ist noch nicht ausgestanden, ihre realwirtschaftlichen Folgen aber längst in unser aller Alltag angekommen. Das zeigt sich an ganz unterschiedlichen Stellen, zum Beispiel den durch Covid und Lockdowns unterbrochenen Lieferketten. Dieser Umstand führt bei vielen Unternehmen zu einer massiven Verknappung von Produktionsgütern und Materialien, die Nachfrage übersteigt also deutlich das aktuell vorhandene Angebot, was gepaart mit der expansiven Geldpolitik zu stattlichen Preissteigerungen führt – die dann wiederum der Verbraucher mit einem Verlust seiner Kaufkraft zu schultern hat.

Ebenfalls inflationsförderlich sind die aktuell rasant ansteigenden Energiepreise, die noch längst nicht die Spitze des Gipfels erreicht haben dürften. Öl steigt seit Monaten konsequent im Preis an, eine Gasknappheit brachte zuletzt Europa in die internationalen Nachrichten. Verschuldet ist das einerseits dem Produktionsboom, den die Wirtschaft nach der Corona-Pandemie wieder erlebt, andererseits aber auch einem gesteigerten Energiebedarf bei zeitgleich reduzierten Energiequellen, die durch den ESG-Fokus kontinuierlich getrimmt wurden. In der Folge keimt international jüngst wieder der Wunsch auf, sich zurück zur Kernkraft zu besinnen. Auch die steigenden Energiepreise führen zu einer enormen Mehrbelastung von Haushalten und erodieren den Wert des Euros weiter.

Weitere Probleme, unter der die Welt aktuell leidet, finden sich im Bereich des Gütertransports. Wer die Nachrichten aufmerksam verfolgt, kennt die Bilder von überfüllten Häfen. Vor allem der durch die Globalisierung stark gewachsene Güterverkehr zwischen Asien und der westlichen Welt stockt. Das Ergebnis sind massiv gestiegene Frachtpreise, die natürlich ebenfalls der Verbraucher zu spüren bekommt – über ein teureres Endprodukt im Laden. 

Günstige Finanzierungskosten werden überhaupt erst durch die EZB ermöglicht

All die genannten Faktoren werden in ihrer Wirkung noch durch das Niedrigzinsumfeld der Notenbanken multipliziert. Unternehmen können ihre eigenen Prozesse möglichst günstig finanzieren, was wiederum zu regelmäßigen Überbietungen am Markt führt. Dem Endverbraucher hilft das nur wenig, der möchte und sollte seine alltäglichen Ausgaben nicht fremdfinanzieren. Stattdessen wird dessen Kaufkraft auf Giro- und Sparkonto sowie in der Geldbörse kontinuierlich reduziert.

Die expansive Geldpolitik lässt sich natürlich auch abseits der Inflationsrate in Zahlen messen – beispielsweise mit der als M3 klassifizierten Geldmenge. Die ist gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % gestiegen, es ist also weitaus mehr Geld als vorher im Umlauf. Verbraucher müssen daher selbst tätig werden. Wer sein Geld „einfach nur liegen lässt“, der verliert Monat für Monat und Jahr für Jahr weiter an Kaufkraft. Gepaart mit einem überhitzten Immobilienmarkt und explosiven Energiepreisen, sind diese Mehrbelastungen für Haushalte keinesfalls zu vernachlässigen.

Historisch bewährter Inflationsschutz? Gold ist die Lösung!

Das Edelmetall gilt seit Jahrzehnten als Inflationsschutz und seit Jahrhunderten als wertbeständiges Zahlungsmittel und Anlage. Insbesondere in Zeiten einer expansiven Geldpolitik, enorm hohen Energie- und Güterpreisen sowie einem weiterhin bestehenden Niedrigzinsumfeld, dessen Ende nicht in Sicht ist, gilt Gold als ein sicherer Hafen. Selbiges hat auch in Zeiten explosiver Inflation seine Kaufkraft erhalten. Außerdem bekommen Verbraucher damit die Möglichkeit, sich zumindest teilweise von zu starken Bankenbindungen zu lösen, denn Gold lässt sich wunderbar komplett in Eigenregie kaufen und verwahren.

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